Psychiatry: Fake science. Real harm.
Psychiatrie: Fiktive Wissenschaft. Tatsächlich Schaden.
Deutsche Psychiatrie - damals mordend, immer folternd
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The Missing Link
Assemblage der Büste Karl Bonhoeffers 
von Igael Tumarkin 
"Kastrierungsgedanken kommen mit Engelsmusik“, die ein Hakenkreuz auf seiner Stirn sichtbar macht.
Um das von Medizinern schon länger geplante Massenmordprogramm in den Anstalten auf den Weg bringen zu können, diente als Zwischenschritt zunächst ein Ausrottungsprogramm mit verzögerter Wirkung: die Zwangssterilisation.

Dafür bekamen sie ab 1933 die politische Schützenhilfe durch die Machtübernahme der Nazis. Karl Bonhoeffer, der Präsident der Psychiatervereinigung, deren Nachfolger die DGPPN ist, schrieb 1934 das entsprechende Lehrbuch, um den „Bereich der Auszumerzenden“* zu bestimmen.

So war Karl Bonhoeffer zum geistigen Brandstifter des Ärzte-Nazi Vernichtungsprogramms geworden. Er bildet mit der Psychiatrie, die er präsidierte, das „Missing Link“, das Brückenstück, das das Land der Dichter und Denker mit dem Land der Massenmörder und Henker verbindet.
* Die psychiatrischen Aufgaben bei der Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, mit einem Anhang: Die Technik der Unfruchtbarmachung,  
März 1934: http://www.dissidentart.de/kb_buch
oder als Druck zum Weitergeben bei die-BPE mit Briefmarke bestellen:
2 Drucke bei 0,85 € 
24 Drucke bei 1,45 € 
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„Nicht die Nazis haben die Ärzte gebraucht, 
sondern die Ärzte die Nazis.“ Ernst Klee
Der Beweis
Rezension: 
Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949 
von Heinz Faulstich erschienen im Verlag Lambertus


Zu den nahezu unbekannten Psychiatrie-Verbrechen des 20. Jahrhunderts gehört der Massenmord durch Tothungern in den Anstalten. Heinz Faulstich, ein pensionierter Psychiater, der zuvor 17 Jahre stellvertretender Direktor des Landeskrankenhauses auf der Reichenau war, hat den Beweis dafür geliefert, dass der systematische Massenmord eines Teil der eigenen Bevölkerung, der nach vorgeblich medizinisch/biologischen Merkmalen ausgerottet werden sollte, ein von Medizinern, vor allem Psychiatern, erdachtes und durchgeführtes Verbrechen war. Um von diesen wahren Tätern abzulenken, wurde und wird weiterhin versucht, die Legende zu propagieren, dass die Ärzte von Nazis nur zu diesem Verbrechen „missbraucht“ worden wären.

Ein paar wenige gewissensschwache Ärzte seien zu Nazi-Ärzten geworden, die Taten seien also nicht genuin Ärzten zuzurechnen, sondern Nazis. Es wird kolportiert, diese Nazis hätten einen „Wahn“ gehabt ("Rassenwahn im Nationalsozialismus"), wären also „Wahnsinnige“ gewesen, eine irrationale, sozusagen „außer-irdische“ Lebensform, die die an sich guten Ärzte zu ihrem Werkzeug gemacht hätten. Mit dieser Legende sollte die Schuld der Täter dadurch geleugnet werden, dass arglistig die Täter als angeblich „Wahnsinnige“ mit deren Opfern* gleichgesetzt wurden. Wenn die Täter aber Nazis gewesen wären, hätte logischerweise das Massenmorden mit der Kapitulation der Nazis am 8./9. Mai 1945 ein Ende haben müssen. Tatsächlich wurde aber in den Psychiatrien ununterbrochen bis 1948/9 weiter gemordet. 
 
Das bewiesen zu haben, ist das Verdienst von Heinz Faulstich. Er hat in jahrelanger Kleinarbeit dieses Thema erforscht, bei dem professionelle Historiker versagt haben. Das Hungermorden bedurfte nur weniger ärztlicher Vorgaben und Vieler, die mitmachten. Es war Mord, denn wer einen anderen Menschen einsperrt, wie es in der Psychiatrie der Regelfall ist, hat die Verantwortung für dessen Ernährung übernommen und muss eine ausreichende Lebensmittelversorgung gewährleisten.

Durch Unterlassen wird mit voller Absicht und gezielt der Tod herbeigeführt. Es ist zum Teil Mord um des Mordens Willen, wie es das Gaskammermorden war, und zum Teil Mord aus Habgier, weil die für die Eingesperrten vorgesehenen Essensrationen vom Personal eigennützig verbraucht, verkauft oder verschoben wurden. In den ersten Nachkriegsjahren verhungerten mindestens 25 000 deutsche Psychiatriegefangene. Allein in der Sowjetischen Zone betrug die Sterberate in den Psychiatrien 1946: 23,2 %, 1947: 18,8 % und 1948: 11,4 %. 1933 waren jährlich etwa drei von hundert Patienten gestorben.

Da in der Psychiatrie auch aus anderen Gründen gestorben wird, musste Faulstich die Sterberegister fast aller deutschen Anstalten durchgehen, die Speisepläne untersuchen, um nach einzelnen Regionen und Orten differenziert herauszufinden, wie viele Menschen dem Verhungern preisgegeben wurden. 
 
Zusammen mit dem Standartwerk von Henry Friedlander: Der Weg zum NS- Genozid. Von der Euthanasie zur Endlösung, wird bewiesen, was der Historiker Götz Aly so zusammengefasst hat: „Diese Morde haben den Weg zum Holocaust gebahnt“** 
 


* Siehe die Pressemitteilung von Klaus Wowereit 2014: http://tinyurl.com/hbwfw5n 
** Quelle: Aachener Zeitung Okt. 2015: http://tinyurl.com/zkkz8a9